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Was ist emotionale Achtsamkeit?

Mit den Aktionen und Veranstaltungen um den 29. September sollen emotionale Kompetenzen gefördert werden – individuell und gemeinsam in Teams, so wie es für jeden passt. Ein grundlegendes Handwerkszeug für die Weiterentwicklung von emotionalen Kompetenzen ist die emotionale Achtsamkeit – das Sammeln von emotionalen Daten.

Emotionale Achtsamkeit ist ein urteilsfreies, absichtsloses Fühlen von Emotionen und körperlichen Wahrnehmungen. Das Großartige dabei ist, dass uns diese Übung aus Sorgen (Zukunft) und Ängsten (Vergangenheit) augenblicklich herauskatapultiert in die Gegenwart. Denn wir können unsere bewusste Wahrnehmung nur auf eine Sache zu einer Zeit richten. Bist du in der Gegenwart, kannst du nicht gleichzeitig Ängste und Sorgen bedienen. Im Gegenteil – dein Potential steht dir dann optimal zur Verfügung.

Jeder kann diese Übung machen. Sie ist so einfach und deshalb übersehen wir sie paradoxerweise leicht.
Anfangs braucht diese Praxis etwas Disziplin, da die alten Muster sich gerne nach vorne drängen und uns ablenken möchten. Doch bald wirst du schätzen, wie wohltuend der Zustand der emotionalen Achtsamkeit ist – ja du könntest sogar süchtig danach werden. Diese „Sucht“ ist erwünscht und hat nur positive Nebenwirkungen!
Du wirst erstaunt sein, wie unterhaltsam emotionale Achtsamkeit ist – weit unterhaltsamer als Fernsehen. Gefühle in deinem Körper geben dir nonstop wertvolle Botschaften über dich. Sie „reden“ die ganze Zeit zu dir - nur hörst du sie oft nicht oder unterdrückst sogar ihre Botschaften. Sie meinen es immer gut mit dir – selbst wenn sie sich unangenehm anfühlen. Dann wollen sie dir nur sagen, dass du gerade etwas tust oder getan hast, was destruktiv und nicht aufbauend für dich ist.

Hier findest du einige praktische Anregungen, mit denen du emotionale Achtsamkeit trainieren und erleben kannst.

Für alle diese Übungen gilt:

  • Keine Bewertungen, keine Kommentare, keine Interpretationen zu deinen Wahrnehmungen!
  • Sei mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei der Sache, die du gerade machst. Lasse dich auf sie ein.
    • In emotionale Achtsamkeit kannst du leicht durch folgende Tore eintreten: Aufmerksamkeit auf Körperwahrnehmung, Körperbewegung, Atemwahrnehmung, Wahrnehmung der Schwerkraft auf deinen Körper.
    • Das Tor der fünf Sinne: Diese Übung kann man gut anleiten. Sie ist auch für Kinder geeignet.
      Lasse  benennen oder aufschreiben:
      1. Nenne fünf Dinge, die du gerade siehst.
      2. Nenne vier Töne oder Geräusche,  die du gerade hörst.
      3. Nenne drei Gefühle, die du gerade in deinem Köper wahrnimmst.
      4. Nenne zwei Gerüche die du gerade wahrnimmst.
      5.  Nenne einen Geschmack, den du gerade wahrnimmst.
      Durch diese Übung wird die Aufmerksamkeit auf die Sinne und Körperwahrnehmungen gelenkt. Sie bringt dich mehr ins Hier und Jetzt
    • Setze dich 10 Minuten am Tag hin und interessiere dich für deine Gefühle in deinem Körper. Fühle sie nur - ohne Kommentar! Lasse dich ein und nehme sie neugierig wahr. Nimm sie an, wie sie sind. Dein Solar Plexus ist dein emotionales Zentrum. Dort kannst du mit deiner Aufmerksamkeit beginnen, wenn es dir hilft.
      Solltest du zunächst unangenehme Gefühle wahrnehmen, dann schiebe sie nicht beiseite, sondern beobachte sie urteilsfrei und nehme sie an. Lasse sie ihre Botschaft abliefern - aber identifiziere dich nicht mit ihnen. Gefühle haben immer logische und ehrliche Ursachen - selbst wenn sie dir nicht bewusst sind.
    • Diese Übung kannst du im Laufe des Tages immer wieder kurz machen – besonders wenn du merkst, dass Stress in dir aufsteigt, du aus dem Gleichgewicht gerätst oder den Faden deiner Prioritäten verlierst.
    • Wenn du anderen Menschen begegnest, gehe bewusst in deine emotionale Achtsamkeit. So spürst du dich in der Gegenwart und nimmst viel besser wahr, wie du jetzt optimal auf dein Umfeld eingehen kannst. Dadurch fühlen sich andere wahrgenommen, ohne in Schubladen gesteckt zu werden. Bist du nicht in deiner emotionalen Präsenz, handelst du meist aus Mustern der Vergangenheit, was den melancholischen Klang von gebrochenen Schallplatten hat.
    • Wenn du spazieren oder wandern gehst - oder einfach nur mal vom Arbeitsplatz aufstehst  beispielsweise zum Kopierer, zur Kantine, zum Kollegen, richte deine Aufmerksamkeit auf die Füße. Dadurch erdest du dich. Das bringt dich in dein Körpergefühl. Je mehr du in deinem Körpergefühl bist, desto mehr bist du in der Gegenwart. Je mehr du in der Gegenwart bist, desto getragener fühlst du dich, desto angemessener reagierst du auf dich selbst und deine Umwelt.
    • Wenn du isst oder trinkst, sei ganz dabei mit deiner Wahrnehmung. Mache nichts anderes gleichzeitig. Esse nur und spüre den Geschmack bewusst. Dabei kaust du automatisch mehr als sonst, um gründlich zu schmecken. Ganz nebenbei freut sich dein Darm darüber.

Auf dieser Webseite findest du noch weitere Anregungen dazu. Durch Vorträge und Seminare zu diesem Thema (siehe Veranstaltungskalender), kannst du es vertiefen und es zu einer Kompetenz für dich machen.


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