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Was sind emotionale Kompetenzen?

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Emotional intelligent sind wir von Geburt an - denn wir können fühlen. Es ist ein unbewusstes Talent, das uns niemand beibringen muss. Gerade deswegen glauben wir, dass wir für diese Qualität keine bewusste Schulung brauchen.

Für die Entwicklung unserer intellektuellen Fähigkeiten dagegen, scheuen wir keine Mühen und Kosten. Wenn wir uns vor Augen führen, wieviel Energie in Form von Zeit, Aufmerksamkeit und Geld wir in unsere mentale Entwicklung stecken, sollte uns klar werden, dass wir auf diesem Gebiet wesentlich weniger talentiert sind, als auf dem emotionalen.
Als Autofahrer/in sind die meisten deiner Bewegungen inzwischen so automatisiert, dass du kurz überlegen musst, wenn du gefragt würdest, wo die Bremse oder das Gas ist. Trotzdem nutzt du mit Leichtigkeit die beiden Pedale richtig, ohne zu denken. Was wir von Geburt an können, ist ebenso eine unbewusste Kompetenz.
Da unsere Denkfähigkeit bei der Geburt erst zu ca. 30% entwickelt ist, werden die Erfahrungen der ersten Lebensjahre größtenteils emotional und im Unbewussten abgespeichert. Dadurch verbergen sie sich unserem Zugriff und unserer Steuerung. Was jedoch einmal dort geprägt ist, wirkt aus dem Unbewussten heraus ständig in unser Leben hinein - sowohl fördernd als auch bremsend.

Es sei denn, wir lernen zu verstehen, wie unser großes emotionales Talent tickt. Wir lernen zu verstehen, was es braucht und wie wir produktiv mit ihm kooperieren können. Zusammen mit emotionaler Achtsamkeit können wir daraus bewusste emotionale Kompetenzen entwickeln.
In jedem Lebensbereich spielen Emotionen eine Rolle. Wollen wir, dass sie ihr eigenes Spiel spielen, bei dem wir manchmal traurig manchmal erfreut zusehen? Oder wollen wir mit ihnen zusammen spielen und aus dieser Synergie heraus in in allen Lebensbereichen positiv gestaltend wirken?

Emotional intelligent sind wir schon, zu emotionaler Kompetenz sind wir erst unterwegs.

Maria von Salisch (2002, Emotionale Kompetenz entwickeln. Grundlagen in Kindheit und Jugend. Stuttgart: Kohlhammer) hat emotionale Kompetenz anschaulich mit vier Kernfähigkeiten umschrieben:
  • Aufmerksamkeit der Person für ihre eigene emotionale Befindlichkeit
  • Empathie (Mitgefühl) für ihre Mitmenschen
  • Fähigkeit, befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen
  • Konstruktiver Umgang mit belastenden oder sozial problematischen Gefühlen

Eine andere ebenso aufschlussreiche Beschreibung von emotionalen Kompetenzen finden wir bei Carolyn Saarni (2002). Sie beschreibt acht emotionale Schlüsselfertigkeiten:

  1. Bewusstheit über eigene Emotionen
  2. Wahrnehmung fremder Emotionen
  3. sprachliche Kommunikation über Emotionen
  4. Empathie
  5. Unterscheidung zwischen internem emotionalem Erleben und externalem Emotionsausdruck
  6. Emotionsregulation
  7. Bewusstsein über die Rolle der emotionalen Kommunikation in Beziehungen
  8. Fähigkeit zu emotional selbstwirksamen Verhalten

Aus diesen grundlegenden emotionalen Fähigkeiten resultieren viele Facetten der emotionalen Kompetenzen, die sich im Alltag und in der Arbeitswelt produktiv ausdrücken können.
Hier einige Beispiele:

  • Empathische und dadurch effektive Kommunikation
  • Wertschätzender mentaler Umgang mit sich selbst
  • Wirksames, empathisches Führungsverhalten
  • Integrität (Glaubwürdigkeit)
  • Ehrlichkeit
  • Selbstachtung
  • Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
  • Hohe Selbstverantwortung bestimmt die Denkstruktur
  • Selbstmotiviert für Visionen, Ziele, Aufgaben arbeiten
  • Selbstverantwortung statt Schuldzuweisungen oder Rechtfertigungen
  • Selbstverantwortliche Lösung von emotionalen Bremsen durch innere Arbeit mit emotionalen Konflikten
  • Energie und Gesundheit, durch ein emotional positives Milieu für die Körperzellen und das Immunsystem (Epigenetik)
  • Leistungsfähigkeit und Kreativität durch emotionale Energie und Freiheit
  • Beziehungen pflegen und nähren
  • Vaterschaft oder Mutterschaft annehmen und Kindern Rückendeckung für ihr Leben geben
  • Achtsam Grenzen setzen, sich ein „Nein“ erlauben, wo das Gefühl nicht zustimmt
  • Toleranz und Integrationsfähigkeit
  • Teamfähigkeiten, kooperatives Verhalten, Ausgleich von Geben und Nehmen
  • Gute Intuition - im Moment spüren, was das Richtige zu tun oder zu sagen ist
  • Die Bereitschaft Entscheidungen zu treffen und die Fähigkeit, gute Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen
  • Gelassenheit
  • Konfliktvermeidung oder Lösung als Win-win-Prozess
  • Selbstregulierung und Stressvermeidung, Resilienz

Alleine aus dieser Liste wird deutlich: Emotionale Kompetenzen sind eine lebenslange, spannende Entdeckungsreise, auf der viele unterwegs sind - zu der jedoch jeder Einzelne in seinem eigenen Boot aufbricht.

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women&work-Messe am 09. Mai 2020

Auf der kostenlosen women&work-Messe am 09. Mai 2020 in Frankfurt möchte Michaele Kundermann gerne einen Vortrag zum Thema ihres Buches halten: „Die Kunst der Selbstberuhigung – durch emotionale Stresskompetenz“.  247 Themen sind für diese Veranstaltung angeboten. Daher findet eine Abstimmung statt, welche Vorträge am meisten gewünscht sind. Dafür braucht sie deine Stimme – selbst wenn du nicht an der Veranstaltung teilnehmen kannst.

Über diesen Link kommst du zur Abstimmung: https://www.q-set.de/q-set.php?sCode=TGWQCKZSZSEC
Es dauert nur 1 Minute. Stimme für meinen Vortrag: „Die Kunst der Selbstberuhigung – durch emotionale Stresskompetenz“. Die Abstimmung läuft nur noch drei Tage bis zum 15. November 2019 - daher am besten gleich anklicken.

Großen Dank für deine Hilfe – und wenn es klappt, wirst du herzlich dazu eingeladen. Teile durch eine Email (contact(at)kundermann-consult.de) mit, ob du abgestimmt hast - dann wird Michaele dir das Messeprogramm zumailen, sobald es ihr vorliegt.

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