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Emotionale Kompetenz

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Emotionale Kompetenz

Die Einschätzung vieler Menschen heutzutage ist, dass die Weltsituation äußerst fragil ist und dass es nur eines (geringen) Anlasses bedarf, um einen Domino-Effekt zu erzeugen, in dem alle Krisen der Erde in einem globalen Desaster münden.

Was können wir tun? Sind wir hilflos, dem Spiel der (globalen) Unwägbarkeiten ausgeliefert?

An die Schalthebel der Macht werden wir nicht gelangen, um unsere Vorstellungen von Konfliktlösungen zu implementieren, aber ist das überhaupt notwendig?

Gemäß des afrikanischen Sprichwortes: Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern

Als erstes und wichtigstes können wir anfangen, den Umgang mit unseren Emotionen zu lernen. Wenn das nämlich alle tun würden, kehrte Frieden ein. Denn, wenn wir ehrlich sind: Treiber des weltpolitischen Geschehens sind im Wesentlichen Emotionen von Hass, Neid, Missgunst, Eifersucht. Die im globalen Ganzen die Macht ausüben, tun das genauso, wie jeder Mensch, der von Emotionen getrieben ist. Bei den Mächtigen besteht halt nur das Risiko für die Auslösung eines Weltenbrandes.

Wenn wir uns also bewusst machen könnten, dass es nur eine Rasse gibt: „Mensch“, wieso müssen wir dann so viele Gegensätze im Miteinander produzieren, die sich mit den genannten Emotionen hochschaukeln, zu Konflikten, Attentaten, Terrorismus, Kriegen?

Es braucht beim Einzelnen nur eine Umkehr der Wahrnehmung vom außen nach innen. Alles, was wir im Außen erleben, das reflektieren und bewerten wir. Ohne die Umkehr der Wahrnehmung nach innen, wird das Außen in uns Angst erzeugen, und ohne die Umkehr der Wahrnehmung nach innen wird die Angst besagte Emotionen erzeugen. Den Teufelskreis durchbrechen wir, wenn wir uns unserer Bedürftigkeit bewusst werden, wenn wir (an-)erkennen können, dass wir verletzt sind.

Bedürftigkeit und Verletzungen sind in unserer Biografie entstanden und bilden heute die Geschichte in uns. Diese Geschichte trägt dazu bei, dass wir aus der Welt, wie sie ist, ein Zerrbild entstehen lassen. Ohne die Wahrnehmung nach innen, werden wir die durch das Zerrbild entstandenen Energien abreagieren müssen. Wie reagieren wir uns ab? Genau, mit der Erzeugung von Emotionen, die somit nichts anderes sind als Projektionen unserer Bedürftigkeit und Verletzungen.

Wie gelangen wir denn nach innen? Entscheidend ist, dass wir uns der Haltung entledigen, dass wir ein Opfer des Geschehens sind. Wenn wir auf die Menschen der Welt schauen, werden wir immer welche sehen, denen es besser und welche, denen es schlechter geht als uns. Wenn wir aufhören, uns als Bewertungs-/Maß zu nehmen, sondern erkennen können, dass jede(r) in dieser Welt sein Päckchen oder gar Paket zu tragen hat, dann haben wir den ersten Schritt nach innen getan.

Als zweiten Schritt gilt es anzuerkennen, dass wir unsere Geschichte haben. Dass diese Geschichte nicht gut und nicht schlecht ist, sondern so ist, wie sie ist. Damit nehmen wir unserer Geschichte die Schwere und damit die einhergehende Last, die wir glauben, schultern zu müssen. Es gilt, von uns anzuerkennen, dass das was wir erlebt haben, nicht leicht war, möglicherweise verbunden mit erlittener Willkür und Gewalt. Dass, wenn wir daran denken, wieder an den damit verbundenen Schmerz kommen, den wir auch heute glauben, nicht aushalten zu können. Wenn wir dort angelangt sind, was brauchen wir dann?

Genau das, was uns in der erlittenen Situation gefehlt hatte:

- gesehen zu werden
- in den Arm genommen zu werden
- Trost zu finden
- sich ausweinen zu können
- dass jemand da ist, der uns einfach nur lieb hat.

Dort angelangt, kommen wir zum dritten Schritt nach innen: Da wir ja gewohnt waren, die Hilfe im Außen zu suchen, und darüber (fast) verzweifelt sind, weil u.a. keine Mutter, kein Vater, kein Staat dazu in der Lage war, uns die Hilfe zu geben, gibt es auch nur einen Menschen, der uns da helfen kann: Wir uns selbst.

Hier haben wir nun eine Schwelle zu überwinden. Denn unser Verstand mit all seinen Gedanken produziert schließlich die Emotionen, die uns das Leben so schwer machen, ihn gilt es nun zu befrieden. Wir verbinden uns stattdessen mit unserem Herzen. Wir nehmen unseren Herzschlag wahr und kommen in die Ruhe. Es braucht zugebenermaßen einige Zeit an Übung. Wenn wir aber bedenken, dass wir für alles, was wir können, Übung benötigten, um es auszuüben, sollte es uns letztlich gelingen. Des Weiteren achten wir auf unseren Atem, öffnen unser Herz und entwickeln so das Mitgefühl für uns und unsere Geschichte.

Herzlich willkommen im Innen. Wie alles auf der Welt, es braucht den ersten Schritt, um sich auf die Reise zu begeben.

Wenn viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die Schritte nach innen gehen, dann können sie nicht nur, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.

Mehr Informationen und Übungen zur Erlangung emotionaler Kompetenz, auf:

emotionstag.com
Ethisches Handeln und Selbstliebe
Dunkelsehen - Immerschlimmerisieren oder Faktiv...
 

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